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Was ist ein Rückenprotektor?

Ein Rückenprotektor dient zum Schutz der Wirbelsäule. In Unfallsituationen wird die auf den Rücken wirkende Kraft mit Rückenprotektoren gleichmäßig verteilt und gedämpft, womit eine Schädigung im Rückenbereich verhindert wird. Dies ist zu vergleichen mit einem Helm, Ellenbogenschützern oder ähnlichem. Ein weiterer Vorteil ist, dass das verwendete Material bei der Herstellung des Rückenprotektors auch vor Unfällen mit spitzen Gegenständen im Rückenbereich schützt. Der Schutzfaktor für einen Rückenprotektor ist nach Norm gerichtet und darf auf den Rücken höchstens 18 Kilonewton einwirken lassen, um einen Bruch oder schlimmeres zu vermeiden.

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Rückenprotektoren:

Softschalenprotektoren:

Ein Softschalenrückenprotektor ist ein leichter und aus flexiblen Materialien bestehender Rückenprotektor. Hierbei werden zwei Hauptelemente genutzt, um den nötigen Schutz und die möglichst hohe Flexibilität zu schaffen. Zum einen wird Polyurethan und zum anderen Ethylenvinylacetat. Dies sind Kunststoffschäume die sich bei hinzukommender Wärme der angelegten Form, somit der Rückenform, anpassen. Auch bei Unfällen verändert sich die Form des Kunststoffschaumes und passt sich dem Druck an. Die Drücke die beim Aufprall entstehen werden gedämpft und eine schlimmere Verletzung des Rückens kann ausgeschlossen werden. Die Form des Materials des Rückenprotektors passt sich anschließend wieder der Ursprungsform an. Dies wird auch als Mehrschlagfähigkeit eines Rückenprotektors bezeichnet und zeichnet ein hochwertiges Produkt aus. Ein günstiger Rückenprotektor wird meist aus dem Material Polystyrol hergestellt und muss in der Regel nach einem Sturz oder Unfall ersetzt werden.

Hartschalenprotektoren:

Hartschalenprotektoren sind die schlechtere Variante eines Rückenprotektors. Aufgrund des harten Materials das zur Herstellung des Rückenprotektors genutzt wird, ist die Dämpfung und gleichmäßige Verteilung der Kräfte bei einem Unfall eher schlecht. Die hierfür genutzten Materialien sind meist Polypropylen und Polycarbonat. Die Stoffe sind zwar elastisch, jedoch weitaus weniger elastisch, als bei einem Softschalenprotektor. Ein Hartschalenprotektor ist besser schützend gegenüber spitzen Gegenständen oder scharfen Kanten, wie beispielsweise beim Klettersport. Um den Hartschalenprotektor leichter zu machen, mehr Beweglichkeit zu ermöglichen und trotzdem einen gewissen Grad an Schutz gewährleisten zu können, werden einzelne kleinere Kunststoffplatten integriert. Gleichzeitig kann ein besseres Luftaustausch erfolgen.

Was zeichnet einen guten Rückenprotektor aus?

Der wohl wichtigste Punkt bei der Auswahl eines Rückenprotektors ist die Passform. Der Rückenprotektor muss ausreichen Fläche des Körpers abdecken und richtig sitzen. Ebenso selbstverständlich sollte die Temperatur- und Feuchtebeständigkeit eines Rückenprotektors sein.

Ein guter Rückenprotektor erhält ein bestimmtes Prüfzeichen, welches aus dem Motorradsport stammt. Die Zertifizierung erfolgt nach EN 1621-2. Damit ein Rückenprotektor ein solches Prüfzeichen erhält, wird es einer Prüfung unterzogen, bei der ein Protektor stoßgedämpft wird. Hierbei wird die Aufprallenergie gemessen, welche trotz des Protektors auf den menschlichen Körper einwirkt. Somit ist es als Herstellerfirma für einen Rückenprotektor wichtig bei diesen Tests möglichst niedrige Werte zu erhalten. Unterteilt wird dieser Test in zwei Level. Der Schutzlevel 1 besagt, dass ein Einzelschlag keine 24 kN überschreiten darf und das fünf Schläge in Folge im Durchschnitt 18 kN überschreiten dürfen. Der Schutzlevel 2 besagt, dass die Restkraft 9 kN nicht überschreiten darf und ein Einzelschlag maximal 12 kN auf den menschlichen Körper einwirken lassen darf. Je nach Schutzlevel und entsprechendem Prüfzeichen ist es möglich die Qualität eines Rückenprotektors beurteilen zu können.

Protektoren richtig Unterscheiden

Hartschalenprotektoren sind meist mit einer Umschnallfunktion ausgestattet, dessen Gurte über Schulter- und Nierenbereiche anliegen. Dies trägt zwar zur besseren Belüftung des Systems bei, allerdings erhöht sich auch die Rutschgefahr des Protektors und führt somit zur Minderung des Schutzes.

Softschalenprotektoren sind meist in Form von Westen hergestellt. Diese sind rutschfest und minimieren dadurch die Minderung des vorgesehenen Schutzes des Rückenprotektors. Allerdings ist dadurch die Bewegungsfreiheit, sowie die Atmungsfähigkeit der Weste eingeschränkt.

Schlusswort

Ein Rückenprotektor wird im Winter- und Motorsport verwendet. Dies lässt darauf schließen, dass ein gewisser Grad an Mindestschutz vorauszusetzen ist. Ebenso werden diese mit Prüfsiegeln versehrt, womit eine garantier für eine gewisse Mindestqualität vorhanden ist. Die Wahl eines Rückenprotektors sollte genug Zeit in Anspruch nehmen dürfen, schließlich soll ihr Rücken beziehungsweise ihr Oberkörper, bei einfachen kleinen Stürzen, sowie bei größeren Unfällen vor schlimmen Rückenverletzungen geschützt werden. Daher sollte je nach Anwendung der richtige Rückenprotektor ausgewählt werden. Hierbei sollte nicht nur auf die Passform geachtet, sondern auch das richtige Material verwendet worden sein und eine ausreichende Schutzfläche vorhanden sein. Nehmen Sie sich also die Zeit für die Wahl des richtigen Rückenprotektors und sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit.

Was ist ein Rückenprotektor?


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